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11.05.2010
Fast so schnell wie das Licht

Steinfurt - Die dicken Datenpakete hat Andreas Guderian bis vor kurzem auf eine mobile Festplatte kopiert und dann per Post seinen Kunden geschickt. „Das hat bis zu zehn Tage gedauert“, erläuterte der Geschäftsführer der Firma Lohmann, die sich auf Kanalsanierungen und -analysen spezialisiert hat. Heute schickt der Unternehmer die umfangreichen Computerauswertungen mit Lichtgeschwindigkeit auf die Reise. Entsprechend schnell sind sie bei seinen Geschäftspartnern.


Lohmann-Geschäftsführer Andreas Guderian (r.) zeigt das unscheinbare kleine Kästchen, das den Übergabepunkt vom Glasfaserkabel ins firmeneigene Computernetz darstellt. Ludger Möller, Rolf Echelmeyer und Thorsten Schlamann (v.l.) von den Stadtwerken beglückwünschten Guderian gestern als ersten Glasfaserkunden des städtischen Versorgungsunternehmens.Foto: (Axel Roll)
Lohmann-Geschäftsführer Andreas Guderian (r.) zeigt das unscheinbare kleine Kästchen, das den Übergabepunkt vom Glasfaserkabel ins firmeneigene Computernetz darstellt. Ludger Möller, Rolf Echelmeyer und Thorsten Schlamann (v.l.) von den Stadtwerken beglückwünschten Guderian gestern als ersten Glasfaserkunden des städtischen Versorgungsunternehmens.Foto: (Axel Roll)

Andreas Guderian ist der erste Glasfaser-Kunde der Stadtwerke Steinfurt. Und mit seiner neuen Datenverbindung ins weltweite Netz ist ihm um die Zukunft nicht bange. Rolf Echelmeyer, Geschäftsführer des Steinfurter Versorgungsunternehmens, ist felsenfest überzeugt: „Schnelle Datenverbindungen sind für die örtliche Wirtschaft bald wichtiger als ein Autobahnanschluss vor der Tür.“

So ist das Interesse an der neuen Technologie nach den Worten von Echelmeyer auch in Steinfurt groß, allerdings gebe es auch noch eine Menge Unternehmer, die die Vorteile des schnellen Internetanschlusses noch nicht erkannt hätten. Schon bald sollen die nächsten Glasfaserkunden ans Netz gehen. „Die Gespräche laufen“, so Vertriebsleiter Ludger Möller.

Für Andreas Guderian ist die Glasfaserverbindung fast schon überlebenswichtig. Wenn er umfangreiche Analysen von Abwasserkanalnetzen macht, inklusive Kamerabefahrungen, hinterlegten Karten und Luftbildaufnahmen, dann wollen die Auftraggeber, oft sind es zum Beispiel Städte oder Gemeinden, diese Auswertungen möglichst schnell vorliegen haben. Das Glasfaserkabel macht´s jetzt möglich, die dicken Datenpakete direkt über die Leitung zum Kunden zu jagen. Außerdem, ist Guderian überzeugt, hilft die Technologie langfristig Geld zu sparen, auch wenn die monatlichen Kosten höher sind als bei einer herkömmlichen Internetverbindung. „Demnächst kann ich den Kauf eines neuen Servers sparen und die Daten bei einem professionellen Anbieter lagern. Das ist deutlich billiger.“

Der Ausbau des Glasfasernetzes in der Stadt kommt gut voran, betont Echelmeyer. „Burgsteinfurt ist gerade fertig.“ So ist für nahezu jedes Unternehmen, das sich für einen Anschluss interessiert, die neue Technologie in greifbare Nähe gerückt.

Über den Service der Stadtwerke kann Andreas Guderian übrigens nicht klagen, wie das Führungstrio wohlwollend zur Kenntnis nahm. „Die Jungs haben sich wirklich bewegt“, freut sich der Lohmann-Chef.

VON: AXEL ROLL © WESTFÄLISCHE NACHRICHTEN

Links:

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